Cyberkrank!

Die Wochenzeitung ZEIT hat auf der letzten Seite immer die Variation auf ein altes bekanntes
Gedicht, in diesem Fall von Goethe “Gefunden“, in dem es wie als Verweis auf das
alarmierende Buch „Cyberkrank“ von Manfred Spitzer heisst:

„Verbunden
Ich saß‘ in Ruhe
so vor mich hin
Nichts sollt mich stören
Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich
Mein Handy glühn
Wie Feuer leuchtend
Wie Blaulicht schön
Ich wollt’s nicht nehmen,
da sagte es fein
Zum Ignorieren soll ich
geschaffen sein?
Ich konnt’s nicht meiden,
Ich nahm es an,
Der Ruhe ward
ein Ende getan.
Und ging ich wieder
Zum stillen Ort,
Da blinkt es wieder.
Wie wünsch ich’s fort“.
So etablieren sich mancherorts schon ganz interessante Gesellschaftsspiele, damit man die Zeit
miteinander wieder ununterbrochen geniessen kann. Im Lokal legt eine Gruppe zum Beispiel alle
Handy im Flugmodus auf den Tisch. Der Erste, der es nicht schafft auf die mobile Kommunikation
zu verzichten und nach seinem Telefon greift, muss eine Runde zahlen. Danach wird das Gerät
wieder auf den Stapel gelegt und das Spiel beginnt von Neuem. Die Freunde berichteten, dass sie
gemerkt hatten, dass sie vor lauter Handynutzung schon gar nicht mehr miteinander geredet hatten.
Das Spiel haben sie erfunden, um die gemeinsame Zeit wieder zurück zu erobern.

Wir wünschen ihnen erholsame Festtage, ein guten neues Jahr sowie eine schöne, ungestörte Zeit
mit ihrer Familie und ihren Freunden

Ihr VGM-Team

Quelle: http://www.sonnenseite.com/de/tipps/cyberkrank.html

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