Nicht ohne mein Handy!

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So lautete der Titel des Vortrags in der Aula des Gymnasiums Vaduz, zu der die Elternvereinigung des Liechtensteinischen Gymnasiums eingeladen hatte. Die hohe Besucherzahl zeigte, dass das Thema brandaktuell ist.
Mit der Schlagzeile „Immer online. Das Leben verpasst?“ lud das Aha Schaan zu einem Elternabend ein um folgenden Fragen nachzugehen: Wie gehen Jugendliche mit Sozialen Medien um? Wie können Sie ihre Privatsphäre in sozialen Netzwerken schützen? Wie kann ich meine Tochter/meinen Sohn unterstützen? Wie viel Vertrauen/Kontrolle braucht ein Jugendlicher in der virtuellen Welt?
Die Erziehung zur Medienmündigkeit wird immer wichtiger, was umso schwieriger wird wenn die Industrie auf eine Medienabhängigkeit zielt. Es gibt aber auch Alternativen.

Big Data: Konditionierung für den Wachstumswahn
Der Wandel der Erziehung

Wie wirkt sich die Smartphone-Nutzung auf die Entwicklung von Kindern
und Jugendlichen aus, welche Interessen verfolgt die Industrie mit der
Einführung der digitalen Endgeräte an Schulen? Damit befasst sich der
Artikel von Peter Hensinger. Er enthält einen Überblick über die
Erkenntnisse der industrieunabhängigen pädagogischen und psychologischen
Literatur.

In der Zusammenfassung heißt es: „Die pädagogische und psychologische
Literatur setzt sich zunehmend mit den Folgen der Sozialisierung der
jungen Generation durch Smartphone, Tablet-PC und Internet auseinander.
Noch nie hat eine neue Technik so fundamental psychosoziale und
demokratische Strukturen verändert.

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts.

Die Industrie fordert das Recht auf die 360 Grad-Kundenanalyse, bereits bei Kindern. Der gläserne Konsument, erschaffen durch Big Data, ist eine Bedingung für das Anheizen des konsumorientierten Wachstums. Das Data-Mining boomt, die
mobilen Schürfwerkzeuge sind Smartphones und Tablets. Der Hype der digitalen Medien verdeckt ihre Risiken. Die smarte Überwachung und die Aufhebung der Privatsphäre werden sich im Unter-Bewusstsein festsetzen und zum Konformismus führen. Die kritische Literatur weist auf die Folgen der zu frühen Nutzung digitaler Medien für die gesunde Entwicklung der Kinder hin. Bereits messbare Folgen sind Störungen der Gehirnentwicklung, Suchtgefahr, Realitätsverlust, Verlust der Selbstkontrolle und Burn-Out. Die Bildungsinstitutionen müssen sich frei vom Druck der Industrie machen, diese Risiken beachten und Konzepte einer Erziehung entwickeln, die statt in die von der Industrie geplante Medienabhängigkeit den Weg zur Medienmündigkeit ebnen.

Fünf Thesen für die Nutzung digitaler Medien an Schulen werden
entwickelt, die die derzeitige Praxis in Frage stellen und Alternativen
für eine Erziehung zur Medienmündigkeit vorschlagen.“

Hier können Sie die ganze Publikation herunterladen:

BIG DATA: Der Wandel der Erziehung zur Konditionierung für den Wachstumswahn

Quelle: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=989

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