Internationaler Appell

194 Wissenschaftler, viele davon Lehrstuhlinhaber, aus 39 Ländern rufen zum Schutz vor nicht-ionisierenden elektromagnetischen Feldern auf!

Folgendes wird von den Wissenschaftlern gesagt: Die vielen Behörden, die für die Festlegung der Grenzwerte zuständig sind, haben ihren Auftrag verfehlt, geeignete Richtlinien zum Schutz der Bevölkerung und darunter vor allem der Kinder, die für EMF-Wirkungen besonders anfällig sind, zu erstellen.
Die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) veröffentlichten 1998 „Richtlinien für die Begrenzung der Exposition durch zeitlich veränderliche elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder (bis 300 GHz)“1. Diese Richtlinien werden von der WHO und zahlreichen Ländern weltweit anerkannt. Um eine internationale Harmonisierung der Grenzwerte zu erreichen, ruft die WHO alle Länder dazu auf, dass sie die ICNIRP-Richtlinien übernehmen. Im Jahr 2009 veröffentlichte die ICNIRP eine Stellungnahme, in der sie ihre Richtlinien von 1998 erneut bekräftigte, da ihrer Meinung nach die wissenschaftliche Literatur in der Zwischenzeit “keine Beweise für irgendwelche schädlichen Wirkungen unterhalb der grundsätzlichen Begrenzung erbracht habe und
deshalb eine umgehende Revision ihrer Richtlinien zur Begrenzung der Exposition gegenüber hochfrequenten elektromagnetischen Feldern nicht erforderlich sei“.Die ICNIRP hält bis zum heutigen Tag an dieser Darstellung fest, obwohl die wissenschaftlichen Fakten zunehmend das Gegenteil belegen. Nach unserer Überzeugung sind die ICNIRP-Richtlinien schon deshalb nicht geeignet, die Gesundheit der Menschen zu schützen, weil sie die Langzeit-Exposition und die Wirkung niedriger Intensitäten nicht berücksichtigen.
Die WHO schloss sich 2002 der Einstufung extrem-niederfrequenter elektromagnetischen Felder (ELF-EMF) 3 und 2011 der Einstufung hochfrequenter elektromagnetischer Felder (RF-EMF)durch die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) an. Diese Einstufung stellte fest, dass EMF möglicherweise beim Menschen Krebs verursacht (Gruppe 2B). Trotz der beiden IARC-Ergebnisse geht die WHO weiterhin davon aus, dass die vorliegenden Beweise nicht ausreichen, um eine quantitative Senkung der Grenzwerte zu rechtfertigen.
Da die Grenzwertfestlegung zur Verhinderung schädlicher gesundheitlicher Wirkungen kontrovers beurteilt wird, schlagen wir vor, dass die Vereinten Nationen (UNEP) sich in ihrem Umweltprogramm mit der Angelegenheit befassen und Mittel für einen unabhängigen interdisziplinären Ausschuss bereitstellen, welcher das Für und Wider von Alternativen zur derzeitigen Praxis erforscht und prüft, wie die Exposition der Menschen gegenüber RF- und ELF-Feldern substanziell verringert werden können. Die Beratungen dieses Ausschusses müssen transparent und unparteiisch durchgeführt werden und obwohl es wichtig erscheint, dass bei diesem Prozess auch die Industrie beteiligt ist, darf es ihr nicht gestattet werden, den Verlauf und die sich ergebenden Schlussfolgerungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Dieser Ausschuss sollte seine Erkenntnisse an die UN und die WHO weiterleiten auch neue Weichen für vorbeugende Massnahmen müssen gestellt werden.

VGM – www.telefonie.li

QUELLE: http://www.diagnose-funk.org/downloads/emf_scientist_appeal_2015_mus_150512_german.pdf

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