Mit einfachen Experimenten Kinder und Jugendliche aufklären

Immer mehr Menschen benützen zum Internetsurfen das Handy oder Tablets und verzichten somit auf kabelgebundenen Zugang zum Netz. Dabei sind sie schädlicher Funkstrahlung und deren Auswirkungen ausgesetzt.

Mobilfunkstrahlung beeinträchtigt nicht nur die seelische Entwicklung, sie schwächt den gesamten Körper durch Störung der Zellprozesse. Die Produktion von freien Radikalen und stark reagierenden Sauerstoff- und Stickstoffverbindungen ist erhöht, dies kann die DNA schädigen.

Informieren und Bewusstsein schaffen

Gerade bei Jugendlichen und Kindern teilen sich die Zellen aufgrund des Körperwachstums viel schneller als bei Erwachsenen, genetische Schäden vermehren sich folglich rasch. Zum Beispiel ist das Hirntumorrisiko für Handynutzer unter zwanzig Jahren fünfmal grösser als für Menschen über Fünfzig.

Die Langzeitfolgen der Strahlung, der wir täglich ausgesetzt sind, sind aber grossteils noch gar nicht abschätzbar. Umso wichtiger ist es, das Thema schon frühzeitig mit Kindern zu besprechen und sie über den täglichen Umgang mit Handys und Co. aufzuklären. Sie sollen verstehen, dass hochfrequente Strahlung nicht harmlos ist, auch wenn wir sie weder sehen, schmecken noch fühlen können.

Jugend forschen lassen

Unter anderem eignen sich zur Veranschaulichung einfache Experimente die man Zuhause oder in der Schule durchführen kann. Zum Beispiel setzte eine dänische Schülergruppe Kressesamen 12 Tage lang WLAN-Strahlung aus. Dabei wurden insgesamt 12 Teller mit je 400 Samen vorbereitet, 6 davon wurden mit und 6 ohne Bestrahlung gehalten. Die bestrahlten Samen zeigten am Ende einen deutlich verkümmerten Wuchs.

Auch die Strahlung von Mikrowellen beeinflusst nachweislich das Pflanzenwachstum. Teilt man etwas Wasser auf zwei Teile auf, erhitzt einen in der Mikrowelle und den anderen am Herd, kann man das Wasser nach Abkühlen zum Giessen zweier identischer Pflanzen verwenden. Die Pflanze die das Mikrowellenwasser bekommt, färbt sich schnell braun und verkümmert nach und nach.

Beeindruckend ist auch die Forschung von Caroline Schick, einer Schülerin aus Deutschland, die Mehlkäfer WLAN-Strahlung aussetzte. Nach 42 Tagen entwickelten sich aus 100 unbestrahlten Larven 74 gesunde Käfer. Aus den bestrahlten 100 Larven wuchsen jedoch nur 54 Käfer heran, sie waren häufig geschädigt. Ihre Flügel waren kaputt, abgerissen oder nur halb vorhanden. Viele überlebten nicht, von den 54 starben im weiteren Verlauf nochmals 22.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter:

Mobilfunkstudien Studienreport 2012/2013 Seite 34
http://mobilfunkstudien.de/assets/df_studienreport_20140104.pdf

Schülerstudie zur Einwirkung von Wlan Strahlung auf die Entwicklung von Mehlwürmern
http://www.baubiologie-herberg.de/download/wlan_mehlwurm_schuelerstudie.pdf

VGM, Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk
http://www.telefonie.li

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