Auswirkungen der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks

Über zu hohe SAR-Werte und Elektrosensibilität

Die Europäische Umweltagentur gruppierte die Mobiltelefonie vor einem Jahr, im Januar 2013, als Risikotechnologie ein. Neben der Europäischen Umweltagentur, fordern aufgrund der Studienlage viele weitere Gremien Vorsorgepolitik. Das Europaparlament, der Europarat, die BioInitiative Working Group, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Österreichische Ärztekammer wiesen bereits auf die Problematik hin. 

Das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen der elektromagnetischen Felder auf den menschlichen Körper ist jedoch unausgereift. In der Mobilfunkkontroverse ist ein Kampf zwischen industriellen Vermarktungsinteressen und den Erkenntnissen unabhängiger Wissenschaftler entfacht. Die Industrie hat die Deutungshoheit über die Forschungslage, die Wissenschaft ist weiterhin deren Interessen untergeordnet. Wer zahlt, bestimmt! Nur NGOs haben Interesse an der Wahrheit, weil sie eben nicht Teil des Profitsystems sind.

SAR-Werte sind zu hoch angesetzt

Beim gegenwärtigen Zulassungsverfahren für Handys wird das Plastikmodell eines Kopfes verwendet, welches als „SAM“, übersetzt „spezifische menschenähnliche Puppe“, bezeichnet wird. Sie wiederspiegelt die 10% der größten Rekruten des US-Militärs von 1989, weshalb die spezifische Absorptionsrate (SAR) für typische Handynutzer, insbesondere Kinder, stark unterbewertet ist. Ein Kopf, der kleiner ist als der des SAM-Modells, nimmt bei der Aussetzung gegenüber Funkfrequenzstrahlung verhältnismäßig einen höheren SAR-Wert auf. Der SAR-Wert bei einem 10-Jährigen ist bis zu 153% höher als der SAR-Wert beim SAM-Modell. 

Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass die Anzahl der elektrosensiblen Personen weiterhin steigt. Bei Elektrosensibilität reagiert der Körper auf die hochfrequente elektromagnetische Strahlung, die von Sendemasten, WLAN-Routern und Mobiltelefonen ausgeht. Die Beschwerden, die Patienten auf elektromagnetische Strahlung zurückführen, sind unterschiedlich. Sie reichen von Hautproblemen über Übelkeit, Konzentrationsstörungen und Bluthochdruck bis hin zu Erschöpfungszuständen. Welche Beschwerden ausgelöst werden, und wie stark sie sind, ist von individuellen körperlichen Voraussetzungen abhängig. Oftmals werden Elektrosensible jedoch ins Lächerliche gezogen oder als „eingebildet krank“ abgestempelt. Im Jahr 2009 forderte das Europaparlament die Mitgliedstaaten auf, dem Beispiel Schwedens zu folgen und Menschen, die an Elektrohypersensibilität leiden, als körperlich beeinträchtigt zu akzeptieren, um ihnen einen angemessenen Schutz und Chancengleichheit zu bieten. In 2012 erkannte ein italienischer Richter Mobiltelefonie erstmals als Krebsursache an.

Vermutet man elektrosensibel zu sein, empfiehlt es sich, gegebenenfalls Kontakt mit einem seriösen Anbieter für Strahlungsmessungen oder einem Baubiologen aufzunehmen. Sollten Sie häufiger Messungen vornehmen wollen, lohnt sich eventuell die Anschaffung eigener Messgeräte, wie zum Beispiel ein e-smog-Spion. Zusätzlich lässt sich Elektrosmog rasch reduzieren, indem man das Handy ausschaltet und zu einem Festnetz, sowie kabelgebundenem statt WLAN-Internet wechselt. Generell gilt: strahlende Geräte gehören nicht in Körpernähe! 

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.mobilfunkstudien.de/

http://www.unzensuriert.at/content/0010482-Richter-macht-Handy-f-r-Tumor-verantwortlich

VGM

Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk

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