Digitale Medien: Gefahren für Kinder und Jugendliche und die Notwendigkeit einer Erziehung zur Medienkompetenz

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Kinder und Jugendliche bewegen sich heutzutage ganz selbstverständlich in den virtuellen Welten, die ihnen digitale Medien bieten. Internetfähige Geräte sind alltägliches Spielzeug für junge Menschen und die vielfältigen Möglichkeiten der Unterhaltung, der Kommunikation, der Informationsbeschaffung werden längst regelmäßig genützt. Mit einem Klick öffnet sich der Zugang zu einer Welt, in der man alles mit Freunden teilen kann, ohne sich bewegen zu müssen. Musik hören, Fotoalben durchblättern, Filme schauen, für die Schule recherchieren, alles gar kein Thema.

Gerade diese grenzenlose Freiheit bringt allerdings auch Probleme mit sich. Die wissenschaftliche Forschung beschäftigt sich seit einigen Jahren verstärkt mit den Auswirkungen der digitalen Medien auf die Entwicklung der Intelligenz von Kindern. Bereits in Kindergärten lernen die Kleinsten heute den Umgang mit Maus und Bildschirmknöpfen und werden durch spielerischen Umgang an Videoclips und Spiele gewöhnt. Währenddessen fördern Schulen immer mehr die Verwendung von Tablet-PCs im Unterricht. Über WLAN greifen die Jugendlichen auf das Internet im Klassenraum zu und machen online Übungsaufgaben. Man will die Schüler auf eine Berufswelt vorbereiten, in der sie ständig mit Computern und dem Internet konfrontiert sein werden.

Dass die Kinder dabei pausenlos den schädlichen Strahlen des WLANs ausgesetzt sind, wird ignoriert. Ebenso entsetzlich ist, dass „das reale schöpferische Spiel unter Kindern als entscheidendes Erziehungsmittel zunehmend durch das Spiel mit und in einer virtuellen, verkabelten oder funkbasierten Bildschirmrealität ersetzt wird“, bemerkt Peter Hensinger, Vorstandsmitglied von Diagnose-Funk e.V.. Dabei ist mittlerweile bekannt, dass dadurch Fantasie und Entdeckerfreude der Heranwachsenden verkümmern. Darüber hinaus ist jungen Menschen oft nicht ausreichend klar, was mit ihren Daten, Fotos und sonstigen Inhalten passiert, sobald sie einmal veröffentlicht sind. Es mangelt an Wissen darüber, welche Spuren beim Surfen im Internet hinterlassen werden und wie man die eigene Privatsphäre angemessen schützen kann.

Die Faszination der technologischen Möglichkeiten scheint die Problematiken zu verdrängen. Eltern müssen das Mediennutzungsverhalten ihrer Kinder richtig einschätzen und sie darüber informieren, welche Nachteile es neben den offensichtlichen Vorteilen gibt. Es ist wichtig, dass ihnen bewusst gemacht wird, welchen Strahlungen sie bei permanenter Vernetzung ausgesetzt sind, was die regelmäßige Nutzung von digitalen Medien für ihre Wahrnehmung und Kreativität bedeutet und wie unabdingbar es ist, neben der bahnbrechenden Technik, Wert auf ein erfülltes soziales Leben in der realen Welt zu legen. Es wird sich nur etwas ändern, wenn Eltern, Erzieher, Pädagogen, Wissenschaftler und Umweltverbände weiterhin hartnäckig in differenzierter Auseinandersetzung für die Umsetzung von Alternativwegen eintreten.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Wie erziehen Eltern richtig? Unterstützung für Eltern bei der Erziehung. Ein kostenloses E-Book:

http://www.bambiona.de/thema/kinder-erziehung

Rapp, Inga: Machen Computer intelligent? Einflüsse digitaler Medien auf die Entwicklung von Kindern

http://www.heise.de/ct/artikel/Machen-Computer-intelligent-288286.html

Diagnose Funk: Kongress zeigt Gefahren der Digitalen Medien und die Notwendigkeit einer Erziehung zur Medienmündigkeit

http://diagnose-funk.org/downloads/df_pm_kongress_2013-10-16.pdf

 

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Verein für gesundheitsverträglichen Mobilfunk

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